Geschichte des Internet

Die Amerikaner brüsten sich bis heute damit, die ersten Menschen auf dem Mond gewesen zu sein. Doch die Frage, welche Nation als Erste den Weltraum „eroberte“, entscheiden die Russen – genauer genommen: die „Sowjets“ – für sich. So waren es die Russen, die im Jahre 1957 mit der Sputnik-1 (zu deutsch: der „Weggefährte“) den ersten Satelliten in die Umlaufbahn brachten. Die US-Amerikaner befürchteten, diesen nicht zuletzt für die Navigation von ballistischen Interkontinentalraketen bedeutsamen (Welt-)Raumes an die Sowjets zu verlieren. So gründeten die USA die „Defensive Adavanced Research Project Agency“ (kurz: DARPA), dessen Aufgabe unter anderem die Errichtung eines digitalen Netzwerkes war, um so den geheimen Informationsaustausch zwischen den einzelnen US-Behörden zu beschleunigen.

Das militärische Projekt zeigt erste Erfolge

Der erste Meilenstein war 1966 mit dem Advanced Research Projects Agency Network (kurz: ARPANET) gelegt. Kernstück des Projektes war, ausgewählte Universitäten der USA miteinander digital zu verbinden. Es ging 1969 ans Netz. Auch hier wird die eigentliche Zweckbestimmung des Internet-Vorläufers deutlich: Da militärische Informationen geheim und sicher übertragen werden sollten, entwickelte das ARPANET eine Methode, womit die Daten vor dem Absenden in Puzzleteile zerlegt wurden, um erst beim Adressaten wieder zusammengefügt zu werden. Dies sollte einzeln abgefangene Daten nutzlos machen.

Das Internet wird zivil

Nach und nach rückte das Internet im Interessenmittelpunkt ziviler Programmierer. So entwickelte Ray Tomlinson das erste Programm, mit dessen Hilfe sich Texte über das Internet übertragen ließen: Die E-Mail war geboren. 1971 verschickte er in Anwesenheit seiner Mitarbeiter die weltweit erste E-Mail. Deutschlands erste E-Mail wurde 13 Jahre später empfangen, als die Uni Karlsruhe eine (Willkommens-)E-Mail von dem US-amerikanischen Netzwerk CSNET erhielt.

Das Internet entwickelte sich immer mehr zu einem Ort des Wissens. Allerdings war mit den bisherigen Protokollen nicht allen möglich, auf alle Inhalte zuzugreifen. So entwickelte der am Schweizer CERN-Projekt arbeitende Tim Berners-Lee die Idee des World Wide Webs. Damit waren nur noch “vereinfachte” Links erforderlich, um einen Link (Adresse) mit einer Ressource (Webseite) zu verbinden. Der Vorteil: Zur Linksetzung war das Eingreifen des Ressourcenbesitzers nicht mehr nötig. So konnte sich das Internet nicht nur schneller verbreiten, sondern ermöglichte jedem Nutzer, einfacher und zielgerichteter nach Inhalten zu suchen. Anfang der Neunziger ging das World Wide Web online und war nunmehr für jedermann verfügbar. Um die Inhalte des World Wide Webs auch anzeigen zu können, wurden Webbrowser entwickelt: Den Anfang machte der Line Mode Browser. Da dieser lediglich Texte anzeigen konnte, blieb ihr der große Durchbruch verwehrt. Mehr Verbreitung fand der NCSA Mosaic Browser mit grafischer Benutzeroberfläche, der 1993 auf dem Markt erschien.

Das WWW und Suchmaschinen führen zum Web 2.0

Das World Wide Web “adressierte” einzelne Webseiten, die mit Hilfe von Browser aufgerufen werden konnten. Doch die rasant wachsende Zahl an Webseiten machte das Internet unübersichtlich. Um eine gewünschte Seite zu finden, brauchte man nun Suchmaschinen, deren ersten Vertreter 1994 entwickelt wurden. Die heute als Branchenprimus geltende Google-Suchmaschine ging 1998 online. Das Vereinfachte Nutzen des Internets und des immer verbreiterten Internetzugangs – nicht zuletzt bedingt durch die Einführung des Highspeed-Internetanschlusses in Deutschland kurz vor dem Jahrtausendwechsel – führte dazu, dass nicht nur Programmierer, sondern auch einfache Internetnutzer das Internet nicht nur nutzen, sondern aktiv gestalteten und sich mit anderen Nutzern vernetzen. So begann die Ära des Web 2.0.

In der heutigen Zeit lassen sich alle möglichen Informationen aus dem Internet herauslesen. Auch Dienstleistungen und Waren aller Art bekommt man aus dem Internet. Auch Versicherungen, wie eine Sterbeversicherung (auf www.sterbegeldversicherungvergleich.org), Risikolebensversicherung, Privathaftpflicht oder andere Sachversicherungen und Personenversicherungen sind im Internet erhältlich. Das Internet hat auf die Menschheit einen so großen Einfluss gehabt, wie wenige Erfindungen vor ihm.